Info

Die Demo wurde nicht behördlich untersagt und findet wie geplant statt!

The Demonstration has not been forbidden and takes place as planed!

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Sammlung von Aufrufen für den 1.Mai / collection of calls for may 1st

Genereller Aufruf / general call MAYDAY 2020

SOLIDARISCH – come out on 1st of MAY – MAYDAY

Aufruf Cross Border Solidarity WIEN

Aufruf MAYDAY2020 – Cross Border Solidarity WIEN

Aufruf: Bündnis ‚Solidarität für Alle‘

Aufruf: Bündnis ‚Solidarität für Alle‘

Aufruf Plattform Radikale Linke

Aufruf Plattform Radikale Linke

Corona-frei in den revolutionären 1. Mai!
System Change, not Climate Change!

Corona-frei in den revolutionären 1. Mai!

Personen Komitee Unterstützungsaufruf
Grundrechte nicht nur für Schönwetter! Hinaus zum 1. Mai!

Grundrechte nicht nur für Schönwetter! Hinaus zum 1. Mai!

Coview 1st MAY – Call – radio action transnational #MAYDAY

Coview 1st MAY – Call – radio action transnational

ÖH Wien – Demonstration: In Gedenken an Marcus Omofuma – Es war Mord!

Demonstration: In Gedenken an Marcus Omofuma – Es war Mord!

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SOLIDARISCH – come out on 1st of MAY – MAYDAY

1. Mai-Demo 2020 MAYDAY

Solidarisch – heraus zum 1.Mai!
Treffpunkt 12h PRATERSTERN (Wien)

English version see below

Trotz der Verbote und Einschränkungen, die es an vielen Orten dieser Welt gibt, werden wir in den öffentlichen Raum gehen. Dabei ist uns die Sicherheit aller Beteiligten sehr wichtig. Achtet auf euch und eure Umgebung! Es geht nicht darum, die Gefahren des Virus zu ignorieren, sondern jene Gefahren aufzuzeigen, denen Menschen immer, und seit Ausbruch des Virus verstärkt, ausgesetzt sind.

Der 1. Mai ist ein historischer Kampftag der Arbeit. Dieses Jahr ist er umso mehr Aktionstag, um uns aktuellen Grundrechtsverletzungen entgegenzustellen. Konzerne erhalten Rettungsfonds, die Wirtschaft wird hochgefahren. Doch öffentliche, politische Meinungsäußerung bleiben weiterhin enorm eingeschränkt. Auf dem Mittelmeer ertrinken Menschen, Corona dient als Grund, die Rettung und Hilfe zu unterlassen, sie gar zu blockieren. An den EU-Außengrenzen sind Menschen in Lagern eingesperrt und dramatisch steigenden Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Es darf nicht sein, dass Gesundheit und Grundrechte wirtschaftlichen Interessen untergeordnet sind. Es darf nicht sein, dass Menschen Asyl- und Menschenrechte verwehrt bleiben. Das alles soll die Neue Normalität sein? Wir lehnen sowohl den Begriff als auch die diskriminierenden Maßnahmen entschieden ab. Unsere Solidarität gilt allen, die unter den jetzigen Umständen leiden. Sie gilt allen, die auch schon vor der Corona-Krise unter dem patriachalen kapitalistischen System gelitten haben.

Gerade jetzt bekommen wir die Folgen unseres kaputten Systems noch härter zu spüren. Denn – sicherer Wohnraum bleibt Luxus. Durch das fehlende Einkommen wird die ohnehin schon schwer bezahlbare Miete unbezahlbar. Und während Hotels leerstehen, werden Wohnungslose und Geflüchtete einem enormen Infektionsrisiko ausgesetzt. Zugleich wird das Zuhause für viele Frauen, Queere und Transpersonen Ort der häuslichen, patriarchalen Gewalt. Profite haben weiter Vorrang vor fair bezahlter Arbeit: die Krise offenbart, welche Arbeit “Systemrelevanz” hat und von wem sie geleistet wird. Dort arbeiten Menschen oft unter schlechten Arbeitsbedingungen und sind ungenügend abgesichert. Über 70 % jener “systemrelevanten” Arbeit wird dabei von Frauen geleistet, eine Situation die tief in gesellschaftliche Strukturen und Lohnverteilung blicken lässt. Wir fordern faire Bezahlung, denn das Klatschen zahlt die Miete nicht!

Am 1. Mai werden wir ein klares Zeichen setzen, solidarisch mit all jenen von uns, die schon viel zu lange ignoriert wurden. Erntehelfer_innen, Arbeitstätige im Sozialbereich, 24 Stunden Pfleger_innen, Supermarktangestellte, Personen im Gesundheitsbereich, Sexarbeiter_innen, undokumentiert und prekär Arbeitende, Kunst und Kulturarbeiter_innen, die tausenden Menschen, die in der Gastronomie ihre, schon zuvor oft schlecht bezahlten und ungenügend abgesicherten, Jobs verloren haben – die Liste ist lang und könnte endlos fortgesetzt werden.

Denn – die Rettungspakete für die oberen Klassen, für die, die in der Villa die Krise aussitzen und teilweise davon profitieren, sind schon geschnürt. Doch die Kosten sollen plötzlich alle zahlen – NEIN wir zahlen nicht die Kosten für Fluglinien und Konzerne! Für uns heißt Solidarität etwas anderes als der “nationale Schulterschluss”. Für uns heißt Solidarität ein gutes Leben für Alle, transnational und global.

Kommt heraus zum 1.Mai!

Wir werden Abstand halten, solidarisch sein, schützende Regeln einhalten. Wir werden gemeinsam und achtsam in den öffentlichen Raum gehen und auf Missstände hinweisen!

Wir lassen uns trotz Maske den Mund nicht verbieten und werden unseren Widerstand mit bunten und vielfältigen Aktionen zum Ausdruck bringen! Wir werden sichtbar und gemeinsam unsere Utopien und konkrete Forderungen auf die Straße tragen.

Um gemeinsam laut zu sein und den Beiträgen Hörbarkeit zu verschaffen, sind alle dazu aufgerufen – falls möglich – Akkuboxen & streamfähige Player zur Demo mitzubringen!

Wir kommen maskiert zur Demo, nehmen Transparente, Schilder, Stöcke und andere Gegenstände mit, die Abstand markieren können.

#mayday #precarity #prekär #LeaveNoOneBehind

#SolidaritätStattNeuerNormalität #SolidarityInsteadOfNewNormal

Auf der MAYDAY Webseite werden in der Zeit vor der Demonstration verschiedene Aufrufe unterschiedlicher Gruppen und Initiativen veröffentlicht. Viele verweisen gemeinsam auf die Demonstration, auf andere Aktionen, die im Kontext des 1.Mai stattfinden. Wir beziehen uns solidarisch aufeinander und verweisen auf die unterschiedlichen Perpektiven.

Du/ ihr wollt die MAYDAY unterstützen?
mail to: contact@mayday.jetzt
Du/ ihr wollt das auf andere Aktionen rund um den 1.Mai mit verwiesen wird?
mail to: contact@mayday.jetzt

May 1, 2020 MAYDAY demo

In solidarity – come out on 1st of May!
Meeting place 12h PRATERSTERN (Vienna)

Despite the restrictions and limitations that exist in many places in the world, we will move into public space. The safety of everyone involved is very important to us. Take care of yourself and your surroundings! It is not a matter of ignoring the dangers of the virus, but of pointing out those dangers to which people have always been exposed, and increasingly so since the outbreak of the virus.

May 1st is a historic day of struggle for work. This year it is all the more reason for us to take action to confront current violations of fundamental rights. Corporations receive rescue funds, the economy is getting fired up again. But public, political expression of opinion remains extremely restricted. People are drowning in the Mediterranean, Corona serves as a reason to refrain from rescue and help, even to block it. On the EU’s external borders, people are locked up in camps and exposed to dramatically increasing health risks. Health and fundamental rights must not be allowed to be subordinated to economic interests. It is unacceptable that people should be denied asylum and human rights. Is all this to be the New Normality? We firmly reject both this concept and the discriminatory measures. Our solidarity goes out to all those who are suffering under the present circumstances. It is for all those who suffered under the patriarchal capitalist system even before the Corona crisis.

Right now we are experiencing the consequences of our broken system even harder. Because – safe living space remains luxury. The lack of income makes the already difficult to pay rent unaffordable. And while hotels are empty, homeless people and refugees are exposed to an enormous risk of infection. At the same time, for many women, queers and transgender people, the home is becoming a place of domestic, patriarchal violence. Profits continue to have priority over fairly paid work: the crisis reveals which work has “systemic relevance” and by whom it is done. People there often work under poor working conditions and are insufficiently protected. More than 70 % of the “systemically relevant” work is done by women, a situation that allows a deep insight into social structures and wage distribution. We demand fair payment, because clapping does not pay the rent!

On 1 May we will send a clear signal, in solidarity with all those of us who have been ignored for far too long. Harvesters, social workers, 24-hour caregivers, supermarket workers, health workers, sex workers, undocumented and precarious workers, art and culture workers, the thousands of people who have lost their jobs in the catering industry, which were often badly paid and insufficiently secured before – the list is long and could go on endlessly.

Because – the rescue packages for the upper classes, for those who are sitting out the crisis in the villa and partly profit from it, have already been put together. However, these costs should suddenly be paid by everyone – NO we do not pay the costs for airlines and corporations! For us, solidarity means something different than “national solidarity”. For us solidarity means a good life for all, transnational and global.

Come out on May 1st!

We will keep our distance, act in solidarity, respect protective regulations. We will go together and attentively into the public space and point out injustices!

Despite the mask we will not be silenced and we will express our resistance with colorful and diverse actions! We will visibly and together take our utopian ideas and concrete demands to the streets.

In order to be loud together and to make the contributions audible, everyone is called upon to bring – if possible – battery boxes & stream-capable players to the demo!

We come to the demo masked, take banners, signs, sticks and other objects that can mark the distance.

#mayday #precarity #precarious #LeaveNoOneBehind

#SolidarityInsteadNewNormality #SolidarityInsteadOfNewNormal

On the MAYDAY website various calls from different groups and initiatives will be published in the time before the demonstration. Many refer together to the demonstration, to other actions that take place in the context of May 1st. We refer to each other in solidarity and refer to the different perspectives.

You/You want to support MAYDAY?
mail to: contact@mayday.jetzt
You/you want to be referred to other actions around the 1.May?
mail to: contact@mayday.jetzt

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1st MAY 2020

1. Mai 2020 Demo;
Meetingpoint 12h PRATERSTERN

It is important to act together and in solidarity. As you all know, the current crisis intensifies inequalities and conflicts in many ways. This ranges from the precarious situation of homeless people, refugees, to people who can no longer afford to pay the rent, to the increase in domestic violence, to the issue of labour whose historic day of struggle is May 1st, to thousands of newly unemployed, 70% of the “system-relevant” work done by women, the situation of care workers, working conditions in the social sector, the situation for art and cultural workers, precarious workers, undocumented workers, supermarket workers, unequal pay and much more.

We also see the day as a day of action to point out the current shifts in fundamental rights. It must not be that economic interests are held up above interests of health or political public articulation (e.g. right to demonstrate). Contents and forms of action can and should be colourful and diverse.

Es ist wichtig, gemeinsam und solidarisch zu agieren. Die aktuelle Krise verschärft viele Missstände und Widersprüche vielfach, wie ihr alle wisst. Das reicht von der prekären Situation von Wohnunglosen,
Geflüchteten, hin zu Personen die sich die Miete nicht mehr leisten können, zur verschärfung häuslicher Gewalt, zum Thema der Arbeit deren historischer Kampftag der 1.Mai ist, zu tausenden neuen Arbeitslosen, 70 % der “systemrelevanten” Arbeit die von Frauen gemacht wird, der Situation von Ernehelfer_innen und Pflegekräften, Arbeitsbedingungen im Sozialbereich, Die Lage für Kunst und Kulturarbeiter_innen, prekär Arbeitenden, undokumentiert Arbeitetenden, Supermarktangestellten, die Situation in Carearbeit, ungleiche Bezahlung und vieles mehr.

Wir sehen den Tag auch als Aktionstag um auf die aktuellen Grundrechtsverschiebungen hinzuweisen. Es darf nicht sein dass Interessen von Gesundheit oder politischer öffentlicher Artikulation (zb.: Versammlungsrecht) wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Inhalte und Aktionsformen können und sollen bunt und vielfältig sein.

For more Infos join in on Wednesday 22.04. 19h CEST for Networking meeting; mail us: contact@mayday.jetzt and we send you the Place (online)
Für mehr Infos komm vorbei, Mittwoch 22.04. 19h CEST für Netzwerktreffen; e-mail an uns: contact@mayday.jetzt und wir schicken dir den Ort (online)

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Demonstration: In Gedenken an Marcus Omofuma – Es war Mord!

Aufruf der ÖH Wien

~~~ weitere Aktionen am 1. Mai ~~~

https://www.mayday.jetzt/

~~~ german ~~~

In Gedenken an Marcus Omofuma – Es war Mord!

Am 1. Mai 1999 wurde Marcus Omofuma während seiner Abschiebung von österreichischen Polizisten ermordet. Drei Beamte schnürten während des Fluges von Wien nach Sofia seinen Brustkorb mit Klebeband an den Sitz, verklebten ihm damit den Mund und Teile der Nase, wodurch er erstickte. Er wurde nicht älter als 26 Jahre.

Staat und Justiz gaben den Polizisten Rückendeckung: Die am Mord beteiligten Beamten wurden 2002 wegen „gefährlicher Tötung“ verurteilt, das Strafmaß von acht Monaten bedingt auf drei Jahre Bewährung ermöglichte den Verurteilten eine Weiterbeschäftigung als Polizeibeamte. Ihre Suspendierung vom Dienst wurde bereits am 5. Mai 2001, also bereits Monate vor der ersten Hauptverhandlung, wieder aufgehoben.

Nachdem vor 21 Jahren die Nachricht des Todes von Marcus Omofuma über die Medien verbreitet wurde, kam es in Wien sofort zu spontanen Protesten. Es folgten zahlreiche kleinere Aktionen, Großdemonstrationen und eine monatelange Mahnwache vor dem Innenministerium. Dass Marcus Omofuma durch die Knebelungen und Fesselungen der ihn begleitenden Polizisten erstickte, wurde im Wiener Stadtbild sichtbar: Auf zahlreichen Statuen und Plakaten wurden die Münder symbolisch verklebt. Die Proteste hatten eine große Wirkung und es gelang vorübergehend, die Abschiebepolitik in Frage zu stellen.

Wir gehen deshalb am 1. Mai 2020 um 14:00 Uhr auf die Straße, um an Marcus Omofuma zu gedenken und um die rassitische Gewalt, die vom Staat und der Polizei, zu thematisieren: Abschiebungen sind Folter, Abschiebungen sind Mord – Bleiberecht für Alle, jetzt sofort!

Haltet dabei stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 1.5 Meter ein und bringt euren Mund-Nasen-Schutz mit. Reist – wenn möglich – nicht mit den öffentlichen Verkehrsmittel an. Wir stellen auch Mund-Nasen-Schutz, Desinfektionsmittel und Handschuhe vor Ort zur Verfügung.

#Omofuma #DasWarMord # #LeaveNoOneBehind #mayday

~~~ english ~~~

In memory of Marcus Omofuma – It was murder!

On May 1, 1999 Marcus Omofuma was murdered by Austrian police during his deportation. During the flight from Vienna to Sofia, three officers tied his chest to the seat with adhesive tape, taped his mouth and parts of his nose, causing him to suffocate. He did not live beyond the age of 26.

The state and the judiciary backed the police officers: the officers involved in the murder were convicted of “dangerous killing” in 2002, and the sentence of eight months conditional on three years’ probation enabled the convicts to continue working as police officers. Their suspension from duty was lifted on 5 May 2001, months before the first trial.

After the news of Marcus Omofuma’s death was spread through the media 21 years ago, there were immediate spontaneous protests in Vienna. This was followed by numerous smaller actions, large demonstrations and a month-long vigil in front of the Ministry of the Interior. The fact that Marcus Omofuma suffocated by the gagging and shackling of the police officers accompanying him became visible in the Vienna cityscape: on numerous statues and posters the mouths were symbolically taped. The protests had a great impact and temporarily succeeded in calling into question the deportation policy.

Therefore, we will take the streets on May 1, 2020 at 2 pm to commemorate Marcus Omofuma and to address the issue of racist violence of the state and the police: Deportations are torture, deportations are murder – right to stay for all, right now!

Always keep a safety distance of at least 1.5 meters and bring your mouth-nose protection with you. If possible, do not use public transport. We also provide mouth-nose protection, disinfectant and gloves on site.

#Omofuma #DasWarMord #LeaveNoOneBehind #mayday

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Coview 1st MAY – Call – radio action transnational

Before MAY 1st:

Info Event 29.04.2020 20h CEST: https://radar.squat.net/de/node/364481

United we Talk 29.04.2020 16h – 19h CEST #MAYDAY: https://radar.squat.net/de/event/coview/2020-04-29/united-we-talk-1-mai-tag-der-arbeit

May 1st is coming – Call for actions

Get out your portable radios, pull out your speakers, dust off your old walkman, or get a mobile sound system for the streets, because:

Coview.Cat call: Out on May 1st – visible and loud!

Despite the prohibitions and restrictions that exist in many places around the world, we will go out into the public space, as is fitting for May 1st. And we call upon you to do the same! The safety and health of everyone involved are very important to us. Pay attention to the safety distance, live your actions, and social contacts in a way that you do not endanger others. Not because it is the government’s requirement, but because it is about consideration and solidarity with risk groups. Take care of yourself and your surroundings!

So it is important that we are loud and visible despite the safety distance. Take your protest into the public space. Show publicly that we do not agree with a policy that leaves those most affected by the crisis behind. Show that we do not simply stand by and watch the economy and politics revive the broken patriarchal capitalist system. Show that we do not accept a surveillance state, that we leave no one behind, that we are in solidarity!

For the 1st of May this means:
We walk through our cities and towns with signs, carrying speakers through the streets, placing them on our windowsills. We take a political bicycle ride, hang banners from our windows, into the public space. We make empty space and resources available to others. We paint, shout, dance, sing. We refer to other actions, we thematize precarious and atypical or undocumented work relationships, unemployment, labor struggles, struggles around housing. We are visible, loud when necessary, and in solidarity!

We use connecting hashtags: #LeaveNoOneBehind #mayday #coview #precarity

And why the radios?
Our action is transnational. Three independent radios produce a joint program, in English, for May 1st. We use this broadcast as an opportunity to bring the content into the public space.

More details will follow soon.

The radio show is to be heard everywhere. Everywhere where people spend May 1st politically, whether in the park, participating in an action, or in their own shared flat – we call on people to turn on their radios and speakers and give space to critical voices. Let us make them heard and resist the anti-democratic developments!

Make space for your message – bringing political issues into the public space remains important! No emergency measures should be allowed to prevent this! Only if many acts in solidarity can we prevent a massive erosion of fundamental rights!

Therefore: Organize, think about how and where you can get involved on May 1st!

Additional information, action ideas, and more will come in the next days!

The safety and health of all participants are very important to us. Take care of yourself and your surroundings! It’s not about ignoring the dangers of the virus, but about pointing out the dangers that people are always exposed to, and since the outbreak of the virus even more so.

Contact: coview@riseup.net

Der 1. Mai kommt – Aufruf zu Aktionen

Holt eure Kofferradios heraus, zückt eure Boxen, staubt den alten Walkman ab oder holt euch ein mobiles Sound-System für die Straße, denn:

Coview.Cat ruft auf: Heraus zum 1. Mai – sichtbar und laut!

Trotz der Verbote und Einschränkungen, die es an vielen Orten dieser Welt gibt, werden wir in den öffentlichen Raum gehen, wie es sich für den 1.Mai gehört. Und wir rufen auf, dasselbe zu tun! Dabei ist uns die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten sehr wichtig. Achtet auf den Sicherheitsabstand, lebt eure Aktionen uns sozialen Kontakte so, das ihr nicht andere gefährdetet. Nicht weil es die Vorgabe der Regierung ist, sondern weil es um eine Rücksichtnahme und Solidarität mit Risikogruppen geht. Achtet auf euch und eure Umgebung!

Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir trotz des Sicherheitsabstands laut und sichtbar sind. Tragt euren Protest in den öffentlichen Raum. Zeigt öffentlich, dass wir mit einer Politik, die jene zurücklasst, die am stärksten von der Krise betroffen sind, nicht einverstanden sind. Zeigt, dass wir nicht einfach zuschauen, wie Wirtschaft und Politik das kaputte patriarchale kapitalistische System wieder hochfahren. Zeigt, dass wir keinen Überwachungsstaat akzeptieren, dass wir keine Menschen zurücklassen, dass wir solidarisch sind!

Für den 1.Mai heißt das:
Wir gehen mit Schildern durch unsere Städte und Gemeinden, tragen Boxen durch die Straße, platzieren sie auf unseren Festerbrettern. Wir machen einen politischen Fahrradausflug, hängen Banner aus unseren Fenstern, in den öffentlichen Raum. Wir stellen leerstehenden Raum und Ressourcen für andere zur Verfügung. Wir malen, rufen, tanzen singen. Wir beziehen uns auf andere Aktionen, wir thematisieren prekäre und atypische oder undokumentierte Arbeitsverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Arbeitskämpfe, Kämpfe rund um Wohnraum. Wir sind sichtbar, bei Bedarf laut, und solidarisch!

Dabei nutzen wir verbindende Hashtags: #LeaveNoOneBehind #mayday #coview #precarity

Und warum die Radios?
Unsere Aktion findet transnational statt. Drei freie Radios produzieren eine gemeinsame Sendung, in englischer Sprache, für den 1. Mai. Wir nehmen diese Sendung zum Anlass um den Inhalt in den öffentlichen Raum zu tragen.

Genauere Infos dazu folgen bald.

Die Radioshow soll überall zu hören sein. Überall, wo Menschen den 1. Mai politisch verbringen, ob gemütlich im Park, protestierend auf Aktion, oder in der eigenen WG – wir rufen auf, Radios und Boxen aufzudrehen und den kritischen Stimmen Raum zu geben. Machen wir sie hörbar und trotzen den demokratiefeindlichen Entwicklungen!

Nehmt euch Platz für eure Botschaft – Politisches in den öffentlichen Raum zu bringen bleibt wichtig! Keine Notstandspolitik darf das verhindern! Nur wenn viele solidarisch handeln, können wir verhindern, dass Grundrechte massiv abgebaut werden!

Deshalb: Organisiert euch, überlegt, wie und wo ihr euch am 1.Mai einbringen könnt! Zusätzliche Infos, Aktionsideen und mehr kommt in den nächsten Tagen!

Dabei ist uns die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten sehr wichtig. Achtet auf euch und eure Umgebung! Es geht nicht darum Gefahren des Virus zu ignorieren, sondern jene Gefahren aufzuzeigen, denen Menschen immer, und seit ausbruch des Virus noch verstärkt, ausgesetzt sind.

Kontakt: coview@riseup.net

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Grundrechte nicht nur für Schönwetter! Hinaus zum 1. Mai!

Grundrechte nicht nur für Schönwetter! Hinaus zum 1. Mai!

fb: https://www.facebook.com/events/580841889456991/

Demokratie und Rechtsstaat müssen sich nicht bewähren wenn alles gut läuft. Gerade in Krisensituationen zeigt sich ob eine demokratische Gesellschaft demokratische Grundrechte verteidigt oder nicht. Versammlungsfreiheit gehört in Österreich zu diesen Grundrechten und war bereits im Katalog der Grundrechte von 1867 aufgelistet. Dieses heute mit Novellierungen immer noch gültige Versammlungsgesetz ist damit die Basis für ein verfassungsmäßig garantiertes Grundrecht, das nicht so ohne weiteres durch eine Verordnung oder ein einfaches Gesetz ausgehebelt werden kann.
Selbstverständlich gilt es die Ausbreitung eines gefährlichen Virus zu behindern. Dies ist jedoch mit Abstandsregeln oder Mundschutz möglich und setzt nicht per se die Versammlungsfreiheit aus. Auch in anderen von Covid-19 betroffenen Staaten mit sehr strikten Beschränkungen, wie zum Beispiel in Israel, war es in den letzten Wochen möglich, Demonstrationen unter Einhaltung von Sicherheitsabstand zwischen den Demonstrant*innen abzuhalten.
Gerade in einer massiven Krise, wie sie durch die Maßnahmen in der Folge der Covid-1-Pandemie ausgelöst wurde, ist es wichtig, dass sich die Bevölkerung in den politischen Prozess einbringen kann. Dazu zählen eben nicht nur Wahlen, sondern auch Bürgerinitiativen, Kundgebungen und Demonstrationen.
Mit 600.000 Arbeitslosen, über 800.000 Menschen in Kurzarbeit und Einpersonen- und Kleinunternehmen, die vor dem Ruin stehen, stellt sich die Frage, wer für die Folgen der Krise bezahlen soll. Ganze Branchen, wie etwa die Kunst- und Kulturszene, stehen vor dem Aus. Überlastete Mitarbeiter*innen in Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen werden mit Applaus statt mit höheren Löhnen oder besseren Arbeitsbedingungen abgespeist. In einer Situation, in der insbesondere Frauen im Home Office neben der geschlechterspezifische Doppelbelastung und Carearbeit auch noch mit der Rolle als Lehrerinnen für ihre Kinder überlastet sind, in der zunehmende Polizeiwillkür den öffentlichen Raum dominiert oder Geflohene an den Rändern der Europäischen Union dem Tod ausgeliefert werden, ist es nicht nur unser Recht, sondern auch umso dringlicher, unseren Protest auch auf die Straße zu tragen. Gerade die vielfach autoritären und nationalstaatlichen Antworten auf eine globale Krise zeigen, wie wichtig eine globale Demokratie- und Arbeiter*innenbewegung von Unten ist.
Der erste Mai, der seit den Streiks von 1886 in Chicago zum internationalen Kampftag der Arbeiter*innenbewegung wurde, ist in Österreich ein Feiertag und wurde bis auf die Unterbrechung durch Austrofaschismus und Nationalsozialismus als Tag begangen an dem die Arbeiter*innen ihre Forderungen auf die Straße trugen. 2020 sind diese angesichts der sich anbahnenden sozialen Krise noch wichtiger als die Jahre zuvor. Es muss klar sein, dass die Kosten für diese Krise nicht von den Arbeitnehmer*innen, Kleinselbstständigen und Einpersonenunternehmen bezahlt werden kann, sondern dafür die großen Vermögen angetastet werden müssen, also die Reichen mit Vermögens- und Erbschaftssteuern die Kosten der Krise bezahlen müssen. Zugleich gilt es aber auch klar zu machen, dass es zu keinerlei Einschränkungen der demokratischen Grundrechte und des Rechtsstaates kommen darf.
Wir rufen deshalb dazu auf, sich am ersten Mai unter Beachtung der notwendigen Sicherheitsabstände, an Kundgebungen und Demonstrationen zu beteiligen und damit nicht nur deutlich zu machen, dass wir bereit sind für unsere sozialen Rechte auf die Straße zu gehen, sondern auch unsere Grundrechte und den demokratischen Rechtsstaat zu verteidigen. Wir haben uns deshalb in dieser außergewöhnlichen Situation, in der die meisten Parteien ihre Maidemonstrationen abgesagt haben, dazu entschlossen als Personenkomitee dazu aufzurufen sich an den Kundgebungen und Demonstrationen zu beteiligen.
In ganz Österreich: MAYDAY Radio Aktion von coview.cat: Dezentral du draußen 16.00-19.00. Infos: https://coview.info/1may/
Wien: Mayday Solidarisch – heraus zum 1. Mai! 12.00 Praterstern. Infos: https://www.mayday.jetzt/
2-Meter-Abstand Demo für Kunst & Kultur: 16.00 Ballhausplatz. Infos: https://www.facebook.com/events/643737976471056
Graz: Demo #SolidaritätStattNeuerNormalität: 14.00 Hauptplatz. Infos: https://facebook.com/events/s/1-mai-demonstration-graz-solid/525975838311077/?ti=icl
Innsbruck: Plattform 1. Mai, 11.00 Landeshauptplatz Innsbruck. Infos: https://www.facebook.com/erstermai/

Aufrufer*innen (in alphabetischer Reihenfolge):
Hossein Ahmadzadehfar, Arzt
Şenol Akkılıç, Gemeinderat a.D. in Wien
Alicia Allgäuer, Sozialarbeiterin
Elisabeth Allgäuer, Linguistin
Heinz Allgäuer-Hackl, Ökonom
Homayoun Alizadeh, Politikwissenschafter
Salah Ammo, Musiker
Berivan Aslan, Nationalrätin a.D., Grüne
Sheri Avraham, Künstlerin, Theatermacherin
Carla Bobadilla, bildende Künstlerin. Kunstvermittlerin
Ulrich Brand, Politikwissenschafter
Eva Brenner, Regisseurin
Hans Breuer, Liedermacher
Harald David, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie
Vedran Dzihic, Politikwissenschafter
Cilem Erez, Gemeindertätin St. Pölten, SPÖ
Ezgi Erol, Künstlerin, Soziologin
Jörg Flecker, Soziologe
Karin Flenreiss-Frankl, Klinische Psychologin
Ali Gedik, Kurdischer Aktivist
Marijana Grandits, Menschenrechtsexpertin, Nationalrätin a.D., Grüne
Djamila Grandits, Kuratorin
Heide Hammer, Philosophin
Shahin Honarwash, Zahnarzt
Mahbubeh Hosseintschi, Ärztin
Martina Kaller, Historikerin
Zuzana Kobesova, Bildungswissenschafterin
Susanne Kowarc, Historikerin, Fremdenführerin
Sakina, Musikerin
Daniela Koweindl, Interessenvertreterin bildende Kunst
Helmut Kramer, Politikwissenschafter
Mary Kreutzer, Obfrau von LeEZA
Clemens Lahner, Rechtsanwalt
Herbert Langthaler, Sozial- und Kulturanthropologe
Walter Manoschek, Politikwissenschafter
Siroos Mirzaei, Nuklearmediziner
Monika Mokre, Politikwissenschafterin
Anoosheh Nazarian, Managerin
Alfred J. Noll, Jurist
Andreas Novy, Sozioökonom
Bert Preiss, Politikwissenschafter
Karl Reitter, Philosoph
Willi Resetarits, Musiker
Thomas Schmidinger, Politikwissenschafter
Brigitte Walk, Regisseurin
Ruth Wodak, Linguistin
Josef Weidenholzer, ehem. Europaabgeordneter
Tanja Wehsely, Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien

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Corona-frei in den revolutionären 1. Mai!

System Change, not Climate Change!

https://www.facebook.com/events/2641763832703189/

Der 1. Mai ist der internationale Kampftag gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Aktuell sehen wir jedoch, wie die Corona-Krise Ungleichheiten weiter verschärft. Während viele Menschen um ihre Existenz kämpfen oder unter prekärsten Verhältnissen und hohen Gesundheitsrisiken die Gesellschaft am Laufen halten müssen, werden fossile Konzerne vom Staat gerettet und ihre Profite abgesichert. Dabei wissen wir doch alle: die Klimakrise wartet nicht und wird auch in Zukunft Ungleichheiten weiter verschärfen und zu Ausnahmezuständen führen.

Deshalb braucht es jetzt gerechte Übergänge, die klimaschädliche Produktion überwinden und Arbeitsbedingungen verbessern. In der Auto- und Flugindustrie muss damit direkt losgelegt werden! Unter wachstumsfixierten, kapitalistischen Verhältnissen lässt sich die Klimakrise jedoch nicht überwinden. Deswegen fordern wir: System Change, not Climate Change!

Dafür in der Öffentlichkeit einzutreten ist dieses Jahr wegen der Corona-Krise nicht wie in den vorausgegangenen Jahren möglich. Während das wirtschaftliche Leben seit Mitte April wieder hochgefahren wird, bleibt die Versammlungsfreiheit trotz umfassender Corona-Sicherheitskonzepte weiter stark beschränkt. Eine Kritik an der ausbeuterischen neuen alten ‚Normalität‘ wird damit unterdrückt und Grundrechte beschnitten.

Dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten auch am diesjährigen 1. Mai den Unmut zum Ausdruck zu bringen und für einen System Change einzutreten:

– ab 12Uhr ist in Wien die traditionelle Mayday Wien-Demo angemeldet. Bisher wurde sie noch nicht untersagt – leider ist jedoch mit starken Einschränkungen zu rechnen. Haltet euch daher über https://www.mayday.jetzt/ auf dem neusten Stand. Treffpunkt: Praterstern

– ab 14Uhr ist in Graz eine Demo zum 1. Mai angemeldet, auch hier ist sie noch nicht untersagt. Haltet euch am Laufenden über https://www.facebook.com/events/525975838311077/

Auch System Change unterstützt den Aufruf zur Demonstration.
– um 15Uhr ruft das Bündnis ‚Solidarität für Alle‘ zum Radfahren auf der Wiener Ringstraße auf. Durch Schilder und Musik können Botschaften so in die Stadt getragen werden. Dies ist keine Versammlung oder angemeldete Demo. Tragt Mundschutz und achtet auf reichlich Abstand, wenn ihr mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs seid. Mehr Infos auf: https://solidaritaet4alle.noblogs.org/

– von 16 – 19Uhr veranstaltet Coview unter dem Motto ‚Heraus zum 1. Mai – sichtbar und laut!‘ eine transnationale Radioshow. Auch ‚System Change, not Climate Change!‘ ist mit Beiträgen mit dabei. Ob im Wohnzimmer oder im Park – stay tuned. Mehr Infos unter https://coview.info/1may/

Stay healthy, remain rebellious!
System Change, not Climate Change!

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Aufruf Plattform Radikale Linke

Solidarität statt “neue” Normalität: Fahrradaktion zum 1. Mai
fb: https://www.facebook.com/events/229387634827726/

Kein zurück, sondern darüber hinaus: Solidarität statt “neue” Normalität!

+++ Wir schließen uns dem Aufruf (http://solidaritaet4alle.noblogs.org) zur Fahrradaktion am 1. Mai an – Treffpunkt um 15 Uhr am Ring (im Abschnitt zwischen Uni und Parlament) – Masken tragen, Abstände einhalten, Musik, Plakate oder Fahnen mitnehmen +++ um 12 Uhr findet die Mayday-Demo vom Praterstern zum Rathausplatz statt: https://facebook.com/events/s/solidarisch-heraus-zum-1mai-ma/253591502455535/ +++ Alle die Zuhause bleiben wollen oder müssen sind aufgerufen bei der Transpi-Aktion teilzunehmen (Mehr Infos dazu unten) +++

Seit Wochen befinden sich die meisten Gesellschaften im Ausnahmezustand, die aktuelle Krise verschärft dabei viele kapitalistische Widersprüche und Missstände, die für eine Vielzahl von Menschen schon immer Alltag war. Während Hotels leerstehen, haben Wohnungslose keinen Ort für sichere Isolation. Geflüchtete werden in Lagern an den EU-Außengrenzen zu Tausenden eingesperrt und müssen dort unter miserabelsten hygienischen Bedingungen, teilweise ohne medizinische Versorgung oder ausreichend Wasser ausharren. Ihr Elend ist gewollt und soll als Abschreckung dienen. Grenzen werden hochgefahren, nicht nur an den Außengrenzen der EU, sondern auch im Inneren. Die Staatenkonkurrenz am Weltmarkt eskaliert, Ladungen von Schutzausrüstungen werden an den Rollfeldern weggekauft, beschlagnahmt oder militärisch bewacht. Gefangenen in den Knästen wird ihre unerträgliche Situation noch unerträglicher gestaltet, ihre Besuchsrechte werden eingeschränkt, Einzelpersonen werden über Wochen in Isolationshaft gesteckt. Ganz zu schweigen von der Situation in Schubhaft, wo Häftlinge in Wien in den Hungerstreik getreten sind, um ihre Freilassung und das Recht auf Gesundheit für alle einzufordern. Viele Menschen wissen nicht (mehr), wie sie ihre Miete zahlen sollen. Der zunehmende Zwang, das Leben im privaten Zuhause zu organisieren, bedeutet für Frauen, queere und Trans Personen nicht nur eine drastische Zuspitzung der Doppelbelastung, sondern auch, patriarchaler Gewalt verstärkt ausgesetzt zu sein. Der Kapitalismus trägt mit seiner im wahrsten Sinne des Wortes mörderischen Austeritätspolitik ein gutes Stück dazu bei, dass aus dem Virus eine Pandemie verheerenden Ausmaßes werden konnte. Das kaputtgesparte und auf Profitlogik ausgerichtete Gesundheitssystem ist vielerorts nicht in der Lage, ausreichend Ressourcen zu schaffen, um allen Menschen eine ausreichende Versorgung zukommen zu lassen. Arbeiter_innen im Gesundheitsbereich waren schon vor der Pandemie schlecht bezahlt und überarbeitet, jetzt wird ihnen mit zynischem Applaus gedankt. Erntehelfer_innen werden ohne Gewährung gesundheitlichen Schutzes für die Arbeit eingeflogen, stecken sich dabei mit dem Corona-Virus an, Pfleger_innen werden nach Österreich gebracht, hier unter Zwangsquarantäne gestellt, ihnen werden sogar die Pässe entzogen, nur um nach ihrem Dienst wieder ausgewiesen zu werden. Die Jagd nach denjenigen, die sich tatsächlich oder vermeintlich den Maßnahmen nicht beugen, nimmt immer absurdere Ausmaße an. Die Polizei geht ihrer Arbeit mit politisch gewollter Willkür nach, sie drangsaliert gerne jene, die nicht die Möglichkeit haben, sich im Garten des Einfamilienhauses die Zeit totzuschlagen oder einfach nur Spazierengehen wollen. Moralisierung und Individualisierung der Corona-Krise sind jene Formen der aktuellen Krisenbearbeitung, die für die Misere das „egoistische“ Handeln Einzelner verantwortlich machen, und nicht etwa ein auf Profit ausgerichtetes Gesundheitssystem. Grundrechte werden eingeschränkt oder wie in Ungarn ganz abgeschafft. Die extreme Rechte, und zunehmend auch Konservative und Liberale, zeigen ihre offene Menschenverachtung gegenüber jenen, die als schwach und verwundbar gelten. Sozialdarwinistische Positionen werden lauter und die Diskussion darüber, wie viele alte Menschen denn dem Wiederhochfahren der Wirtschaft geopfert werden sollen, findet bereits in den bürgerlichen Medien Resonanz. All diese Zuspitzungen und Verschärfungen machen offensichtlich, was für Betroffene schon davor spürbar war: Im Kapitalismus geht es nicht um unsere Bedürfnisse. Dieses System, das Menschen nach Nützlichkeitskriterien einteilt und Mensch und Natur der Kapitalverwertung unterwirft, geht über Leichen. Während die Wirtschaft weiter am Laufen gehalten werden soll und damit eine Vielzahl an Menschen gefährdet werden, sollen wir uns im Privaten einschränken. Es soll uns sogar verboten werden, in der Öffentlichkeit unseren Protest zu artikulieren, wie die Untersagung verschiedener Kundgebungen zeigte. Dabei ist klar, dass die Gefährdung von der bestehenden Krisenbearbeitung und der drohenden Wiederherstellung der Normalität ausgeht.

Nun wollen wir am 1. Mai auf die Straße gehen, weil alle Themen auf ein gemeinsames Problem verweisen. Es genügt nicht, online Politik zu machen – wir müssen uns den öffentlichen Raum nehmen. Denn es ist klar, dass wir eine andere Organisation unserer Gesellschaft brauchen. Einer Gesellschaft, in der die freie Entfaltung unserer Fähigkeiten und unserer Bedürfnisse möglich ist, in der wir ohne Angst verschieden sein können und in der wir nicht um unser Leben betrogen werden, durch den Zwang zur Lohnarbeit. Wir müssen uns auf die kommenden sozialen Auseinandersetzungen und Kämpfe vorbereiten, die mit der kommenden Wirtschaftskrise auf uns zukommen. Teilweise stecken wir schon mitten in den Aushandlungsprozessen drinnen, die versuchen, die Kosten der Krise auf den Rücken der Lohnabhängigen abzuladen. Wir fordern gemeinsam mit vielen anderen weltweit, an diesem und an jedem anderen Tag, keine bessere staatliche Regulierung, sondern ein Ende des ganzen Elends. Wir fordern nichts anderes als die Abschaffung dieser Gesellschaftsordnung, die nicht einmal dazu imstande ist, das Lebensnotwendigste für alle Menschen bereitzustellen, obwohl genug für alle da wäre. Wir wollen nicht zurück zu einer “(neuen) Normalität”, die schon immer beschissen war, sondern darüber hinaus. Wir wollen das gute Leben für alle.

Unser Protest ist dabei solidarisch mit allen, die von dieser Krise betroffen sind, aus diesem Grund kommen wir maskiert, halten ausreichend Abstand zu einander und unterstützen von Zuhause, wenn wir ansteckend sind. Wir treffen uns um 15 Uhr mit dem Fahrrad am Ring mit unseren Masken, Akku-Boxen für Musik, Transparenten und Schildern und anderen Gegenständen mit denen wir unseren Abstand markieren können. Gemeinsam nehmen wir uns die Straße!

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Aufruf: Bündnis ‚Solidarität für Alle‘

https://solidaritaet4alle.noblogs.org/

Bündnis ‚Solidarität für Alle‘:

#SolidaritätStattNeuerNormalität am 1. Mai und immer!

Die aktuelle Krise verschärft viele kapitalistische Missstände und Widersprüche. Sicherer Wohnraum bleibt ein Privileg: Während Hotels leerstehen, sind Wohnungslose gezwungen, sich zwischen Draußenbleiben oder Infektionsrisiko in vollen Einrichtungen zu entscheiden. Zugleich wird geflüchteten Menschen in den überfüllten Lagern Griechenlands Solidarität verwehrt: bricht Corona dort aus, werden unzählige Menschen daran sterben. Doch auch manchen mit Zuhause wird das Eingesperrtsein zur Gefahr. Viele Frauen* erleben die eigene Wohnung als Ort der männlichen Gewalt.

Profite haben weiterhin Vorrang vor dem Wohl der Arbeiter*innen: Die Krise offenbart, welche Arbeit zur Erfüllung von Grundbedürfnissen wirklich zentral ist und von wem sie geleistet wird. Pflegekräfte, Supermarktangestellte, Fahrradbot*innen und andere prekarisierte Arbeiter*innen müssen bei widrigsten Arbeitsbedingungen die Gesellschaft am Laufen halten – oft ohne ausreichende Schutzausrüstung, denn der Markt hat die Versorgung nicht gesichert. Statt Arbeitszeitverkürzung und höherer Entlohnung ernten sie dafür aber nur zynischen Beifall. 70% dieser Arbeit wird von Frauen geleistet, die zugleich einen Großteil der zuhause anfallenden Sorgearbeit leisten müssen. Durch Mangel an migrantischer Arbeit, der durch nationalstaatliche Abschottung entsteht, drohen Ernteausfälle und Pflegenotstand. Während Kulturarbeiter*innen, Künstler*innen und viel andere um ihre Existenz kämpfen, werden die Rettungspakete für die oberen Klassen schon geschnürt und Verluste vergemeinschaftet. Abscheulich, dass die österreichische Regierung auch noch Dankbarkeit verlangt – für ein paar hundert Euro für jene, mit einhundertprozentigen Lohnausfällen.

Wir sehen den 1. Mai, den historischen Kampftag der Arbeiter*innenklasse, auch als Aktionstag, um aktuelle Grundrechtsverletzungen aufzuzeigen: Wenn das wirtschaftliche Leben nun wieder hochgefahren wird, warum bleibt öffentliche politische Meinungsäußerung weiterhin enorm eingeschränkt? Wenn Güter über Grenzen geschickt werden, warum werden Menschen auf dem Mittelmeer festgehalten und an der Außengrenze in Lagern eingesperrt? Es darf nicht sein, dass Gesundheit und Grundrechte wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden. Das alles soll die Neue Normalität sein, auf die wir uns einstellen sollen. Dieser Neuen Normalität stellen wir Solidarität für Alle entgegen – gemeinsam gegen die unzumutbare kapitalistischen Normalität, vor und nach Corona!

Zwar können wir – als Arbeitende, als Erwerbslose, als Studierende, als Aktivist*innen – am diesjährigen 1. Mai nicht auf die Straße gehen wie sonst. Denn wir sind „solidarisch“ und wollen genau deshalb die schützenden Regeln einhalten. Aber gerade weil Solidarität für Alle etwas anderes ist, als der nationale Schulterschluss dieser Regierungspolitik, lassen wir uns den Mund nicht verbieten und werden unseren Widerstand mit bunten und vielfältigen Aktionen zum Ausdruck bringen.

Daher raus zum 1. Mai, lasst uns mit Fahrrad oder zu Fuß, mit Mundschutz und reichlich Sicherheitsabstand um 15 Uhr den Ring erobern. Erkämpfen wir gemeinsam eine solidarische Zukunft für Alle und stellen diese dem Schreckgespenst der ‚Neuen Normalität‘ entgegen! Tragt eure Botschaften mit Schildern auf dem Rücken, bringt Musik, Boxen und alles andere, was es braucht, um klar zu machen, dass wir uns in diesen Zeiten trotz Demo-Verboten den Mund nicht verbieten lassen.

#SolidarityInsteadOfNewNormality
#SolidaritätStattNeuerNormalität

Anfragen aller Art bitte an folgende Mailadresse:
solidaritaet4alle@riseup.net

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Aufruf MAYDAY2020 – Cross Border Solidarity WIEN

Call Cross Border Solidarity WIEN
https://www.facebook.com/crossbordersolidaritywien

Wir schließen uns dem Demoaufruf von Mayday 2020 an!
Treffpunkt ist um 12 Uhr am Praterstern, um 13 Uhr geht es los Richtung Rathaus.

Auf der MAYDAY Webseite werden in der Zeit vor der Demonstration verschiedene Aufrufe unterschiedlicher Gruppen und Initiativen veröffentlicht. Viele verweisen gemeinsam auf die Demonstration, auf andere Aktionen, die im Kontext des 1.Mai stattfinden. Wir beziehen uns solidarisch aufeinander und verweisen auf die unterschiedlichen Perpektiven.
Mehr Infos siehe Webseite: https://www.mayday.jetzt/, sowie die Facebook-Veranstaltung zur Mayday 2020: https://www.facebook.com/events/253591502455535/
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Hier unser Aufruf zur Mayday 2020:

Heraus zum 1. Mai
Trotz Corona Gesicht zeigen gegen das mörderische Grenzregime und für die Befreiung der Menschen aus allen Lagern und Abschiebe-Haftanstalten!

Am 6. März – wenige Tage, bevor der Corona-Ausnahmezustands alle Bereiche unseres Lebens überschattet hat – gingen in Wien tausende von Menschen auf die Straßen für die Öffnung der europäischen Grenzen und gegen die brutale Abschottungspolitik der EU-Staaten. Sie setzten ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen auf der Flucht und in der Migration, die zwischen Griechenland und der Türkei und an vielen anderen militarisierten Grenzen mit brutaler Gewalt aufgehalten werden, und forderten als Ausweg offene Grenzen, Bewegungsfreiheit und sichere Reisewege.

Knapp zwei Monate später sind diese Forderungen trotz und gerade wegen der Corona-Krise aktueller und brennender denn je:

Auf den griechischen Inseln ist das Leben von tausenden Menschen in den mit EU-Geldern errichteten Lagern von einem drohenden Corona-Ausbruch bedroht ist, weil Staaten wie Österreich eine dringend notwendige Evakuierung blockieren. Die europäischen Staaten lassen erneut sehenden Auges Menschen grausam im Mittelmeer ertrinken und blockieren Seenotrettung – diesmal mit zynischem Verweis auf die Corona-Krise. Aus Algerien und Libyen – Länder, die Schlüsselpositionen bei der Externalisierung des EU-Grenzregimes auf afrikanischen Boden einnehmen – werden weiterhin Menschen gnadenlos in Länder wie Niger, Sudan, Mali oder Nigeria abgeschoben. Auch in afrikanischen Ländern sitzen viele flüchtende Menschen in Zeiten von Corona in Lagern fest. Die EU-Staaten haben zwar Geld dafür übrig, das Weiterfunktionieren ihrer externalisierten Grenzen zu garantieren, aber nicht dafür, die Gesundheitssysteme der Länder des globalen Südens in die Lage zu versetzen, das Leben ihrer Bevölkerungen im Falle einer massenhaften Corona-Ausbreitung zu schützen.

Auch auf seinem eigenen Gebiet setzt der Staat Österreich die Gesundheit geflüchteter Menschen verantwortungslos und rechtswidrig aufs Spiel setzt, indem er Asylsuchende zwingt, in Massenlagern zu leben, statt ihnen sichere Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere bundesbetreute Lager – u.a. das zentrale Erstaufnahmelager in Traiskirchen – wurden bereits wegen aufgetretener Corona-Infektionen unter Quarantäne gestellt. Anstatt die dort untergebrachten Menschen schnellsten von dort weg in Sicherheit zu bringen, werden sie über Wochen unter willkürlichen, intransparenten und gesundheitsgefährdenden Bedingungen unter Einschluss festgehalten. Auch in der Schubhaft werden trotz der Corona-Gefahr weiterhin Menschen festgehalten – statt einer dringend gebotenen Enthaftung wurden Haftbedingungen verschärft, Hofgänge beschränkt und Besuche gestrichen. Aus Protest gegen diese menschenunwürdigen Zumutungen sind mehr als 10 Schubhaftgefangene in den Wiener Polizeianhaltezentren in den Hungerstreik getreten.

Wir werden uns vor dem Hintergrund der Corona-Krise nicht selbst zum Schweigen verdammen. Gerade jetzt müssen wir laut und deutlich zeigen: Ein wirksamer Schutz unseres Lebens, unserer Gesundheit, unserer sozialen und politischen Rechte funktioniert nur für uns alle, funktioniert nur mit gelebter Solidarität, die alle einschließt und wirklich niemanden zurücklässt. Wir müssen NEIN sagen zu einem System, das sich auf die Fahnen schreibt, das Leben derjenigen zu schützen, die angeblich dazu gehören, während es in Kauf nimmt, viele tausende von Menschen an seinen Peripherien und in seinen Lagern und Gefängnissen sterben zu lassen.

An diesem 1. Mai, dem weltweiten Kampftag der arbeitenden, ausgebeuteten und prekarisierten Klassen, tragen wir konkrete Forderungen auf die Straße, die für uns erste unverzichtbare Schritte für ein gutes Leben für alle sind:

-Für die Öffnung der von den europäischen Staaten geschlossenen Grenzen für Menschen auf der Flucht und in der Migration – trotz und gerade wegen Corona!

-Für die sofortige und ausnahmslose Evakuierung aller Menschen, die in den mit EU-Geldern errichteten Lagern auf den griechischen Inseln und anderswo festsitzen!

-Wohnungen statt Lager für alle, die hier in Österreich in Lagern für Asylsuchende und sonstigen Sammelunterkünften leben müssen!

-Sofortige und ausnahmslose Enthaftung aller Schubhaft-Gefangenen!

-Als erster praktischer Schritt zur schnellen Verfügbarmachung von Wohnraum: Öffnung aller in Zeiten der Corona-Krise leerstehenden Hotels, Hostels und Jugendherbergen für Bewohner*innen von Lagern und Sammelunterkünften, für von den EU-Außengrenzen evakuierte Personen, für Haftentlassene und für Wohnungslose!

-Nicht zuletzt statt leerer Gesten der Dankbarkeit für systemrelevante Arbeit: Umfassende rechtliche und soziale Gleichstellung aller Beschäftigten unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus!

Wir nehmen den Schutz der Gesundheit von uns allen ebenso ernst, wie wir nicht bereit sind, uns das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit nehmen zu lassen.
Wir rufen deshalb dazu auf: Kommt am 1. Mai mit Mundschutz , stellt euch mit Sicherheitsabständen von mindestens zwei Metern voneinander auf. Den Raum zwischen uns lassen wir nicht leer, sondern wir füllen ihn mit Bannern und Schildern unserer Forderungen!

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